Prototyping im Arbeitsalltag - weg vom Problemdenken hin zu Lösungsdenken in 5 Schritten

Viele Experten haben sich in ihrem Feld so etabliert, dass es oft schwer fällt, wenn neue Themen und Prozesse in den Arbeitsalltag eingeführt werden. Und gerade, wenn wir etwas noch nicht oft versucht haben, drehen wir uns gerne mal im Kreis, bevor wir eine passende Lösung finden.

Wir leben in einer Welt, die sich durch Komplexität auszeichnet. Es ist schlicht nicht möglich einen Überblick und ein Verständnis für jede anstehende Aufgabe auszubilden. Um damit besser umzugehen, bekommt ihr hier 5 Schritte um durch Prototyping-Methoden besser in Lösungen zu denken, statt in Problemen.

Wie kann Prototyping helfen?

Prototyping hilft uns dabei, mögliche Lösungen für ein Problem näher unter die Lupe zu nehmen, ohne dass wir dabei zu viel Zeit und Ressourcen verschwenden. Hier können wir von Designern und Architekten lernen: sie starten mit einer Zeichnung und einem Model, und arbeiten sich durch kontinuierliches Testen über verschiedene Lösungsansätze zu ihrem finalen Produkt.


David Kelley hat nicht nur einen großartigen Schnurrbart, er ist auch Design-Thinking-Pionier. Er hat gesagt: „Prototypen bauen, ist mit den Händen denken.“ Häufig werden wir dazu ausgebildet, analytisch zu arbeiten und so besteht oft die einzige physische Arbeit im Tippen auf der Tastatur am Rechner. Wir plädieren daher: lasst uns am Arbeitsplatz wieder in Bewegung kommen und mehr experimentieren.

Diese 5 Schritte helfen dir, in Lösungen zu denken

1. Problem definieren
Hör auf, deine Zeit mit der Suche nach der besten Lösung zu verschwenden - nutze sie um dein Problem zu definieren. Je konkreter das Problem, desto passender die Lösungen. Gerade bei komplexen Problemen gibt es mehr als eine Lösung. Das ist OK! So kannst du testen, welche Lösung am besten passt. Deshalb geht es weiter mit...

2. Teste mehrere Lösungen
Akzeptiere, dass es möglicherweise nicht nur eine ideale Lösung für dein Problem gibt. Verschaffe dir einen Überblick über die möglichen Lösungen und teste sie im Schnelldurchlauf mit einer einfachen Zeichnung, einer Costumer Journey oder vielleicht sogar mit einem Rollenspiel. Zerbrich dir nicht den Kopf. Das Ziel ist es, deine Lösungen mit möglichst wenig Ressourcen in kurzer Zeit zu testen. Eine halbe Stunde mit Stift und Papier. Fertig.

3. Probiere es aus, statt zu googeln
Es gibt einen Punkt, an dem Google in der Problemlösung nicht mehr weiterhilft. Also: Mach deinen Computer zu und gestalte mit deinen Händen. Versuch doch mal Deine Idee visuell entstehen zu lassen. Du musst kein Künstler sein, um einen Prozess zu zeichnen oder um deine Power Point Slides zu skizzieren.

4. Hol dir möglichst früh Feedback
Plane dir Zeit ein, um deinen Arbeitsstand deinem Team zu zeigen. Deine Kollegen können dir mit frühem Feedback helfen, den richtigen Lösungsweg zu finden. Gerade wenn etwas noch unfertig wirkt, fällt es leichter ehrlich zu sagen, was noch verbessert werden könnte. Natürlich müsst ihr hier an einem Strang ziehen - denn nur wenn es OK ist etwas zu zeigen, was nicht perfekt ist, kannst du gemeinsam mit Kollegen experimentell arbeiten. Es hilft immer, den Kollegen von Deiner Herangehensweise an die Problemlösung zu berichten!

5. Beachte deine Denkmuster
„Think differently - denke anders“. Unser Denken beeinflusst unser Handeln. Oft sind wir frustriert, wenn etwas, das wir entwickelt haben, nicht so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben. Versuche bei Fehlern und Problemen zu sagen: „Oh, interessant!“. Das wird deine Aufmerksamkeit aufs Lernen richten und wirst dich nicht so sehr auf deinen Fehler fokussieren.

Das kommt dabei heraus

Es gibt zwei große Vorteile, wenn wir Prototyping in unserem Arbeitsalltag integrieren: wir entwickeln passende Lösungen ohne zu viele Ressourcen, dazugehörend natürlich auch Zeit, zu verschwenden. Dazu kommt, dass wir motivierter sind, uns neuer Herausforderungen anzunehmen. Für uns bei INNOVATORY und INNOKI heißt das, dass Arbeit mehr Spaß macht, besonders in Teams.

Wie hast du Prototyping in deinen Arbeitsalltag integriert? Wann hast du es versucht?

Falls es andere spannende Themen im Bereich Design Thinking und Innovation gibt, über die du mehr wissen möchtest, dann lass es uns wissen. Wir freuen uns von dir zu lesen!


Oh, und falls du noch Prototyping-Material brauchst, dann schau dir mal unsere Prototyping Box an.


1 Kommentar

  • Danke für den sehr guten Artikel, der kurz und anschaulich das Prototyping beschreibt. Besonders hat mir 3. gefallen: Probiere es aus, statt es zu googeln…

    Dietmar Bräuer

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